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Sir Simon Rattle ließ keinen Zweifel: Für ihn war die Aufführung der Matthäus-Passion, die er gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern im letzten Jahr realisiert hatte, »das wichtigste, was wir hier je gemacht haben«. Viele Kritiker pflichteten ihm bei – nicht nur wegen des musikalischen Niveaus der Interpretation, sondern auch wegen der halbszenischen »Ritualisierung« des amerikanischen Star-Regisseurs Peter Sellars. Pünktlich zum Osterfest haben wir die Aufzeichnung des Konzerts komplett überarbeitet.
Der britische Guardian sah sich angesichts dieses Mitschnitts gar zu einer Warnung veranlasst: »Ich kann nur hoffen, dass Sie am Ende nicht als emotionales Wrack dastehen. Denn die Sänger, besonders Mark Padmore als Evangelist, geben das Konzert ihres Lebens. Sellars verknüpft die Passionsgeschichte sensibel mit Musikern und Publikum, ohne Bachs Werk Gewalt anzutun. Und Rattle und seine Musiker gehen ihre Aufgabe mit einer Inspiration an, die fast schon unheimlich ist.« Das Kulturradio des RBB hingegen befand knapp: »Eine Rattle-Sternstunde! Und einer der besten Abende bei den Philharmonikern seit Jahren.«
Aus Anlass des bevorstehenden Osterfests haben wir die Aufzeichnung des Konzerts neu geschnitten und die Bildqualität verbessert. Auf diese Weise sollen Sie Gelegenheit erhalten, diese Interpretation noch intensiver nachzuerleben. Das Team der Digital Concert Hall wünscht Ihnen einen eindrücklichen Musikgenuss und frohe Festtage.
Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle: Dirigent Camilla Tilling: Sopran Magdalena: Kožená Mezzosopran Topi Lehtipuu: Tenor (Arien) Mark Padmore: Tenor (Evangelist) Thomas Quasthoff: Bariton (Arien) Christian Gerhaher: Bariton (Christus)
Rundfunkchor Berlin Simon Halsey: Einstudierung Knaben des Staats- und Domchors Berlin Kai-Uwe Jirka: Einstudierung Peter Sellars: Ritualisierung
Johann Sebastian Bach Matthäus-Passion BWV 244
Bonus: Einführung von Simon Halsey und Peter Sellars
Bron: Berliner Philharmoniker |